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Bio_Logisch!

Flexitarisch leben Teil 2:

In meiner Blogartikel Reihe zu den 4 Prinzipien einer nachhaltigen Ernährung beschäftigen wir uns heute mit Prinzip Nummer 2 -> biologische Lebensmittel bevorzugen;

 

Hast auch du im vergangenen Jahr vermehrt zu Bio-Produkten gegriffen? Dann bist du damit erfreulicherweise nicht alleine, denn biologische Lebensmittel liegen voll im Trend! Österreich ist in diesem Gebiet Spitzenreiter und liegt weltweit auf Platz 4. Es werden bereits 26,4 % der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet. Das ist großartig mit Luft nach oben!


Aber WARUM sind Bio-Lebensmittel besser für unsere Umwelt?

Bei dieser Form der Landbewirtschaftung wird auf den Einsatz von Kunstdünger verzichtet, dessen Erzeugung sehr energieintensiv ist und unsere Böden und damit unser Trinkwasser belastet. Stattdessen wird auf die Förderung von Nützlingen im Boden gesetzt. Sprich es wird der Boden „ernährt“ und nicht die Pflanze und durch natürlichen Kompost die Bodennährstoffe aktiviert. So wird verhindert, dass Krankheiten und Schädlinge Überhand nehmen.
Eine weiteres Grundprinzip einer biologischen Landwirtschaft ist möglichst geschlossene Kreisläufe sicherstellen: Was am Hof anfällt (z. B. Mist, Kompost oder Gülle) wird als natürlicher Dünger wiederverwendet

 

BIO Fleisch - Tiere haben mehr Platz!

Auch beim Fleisch ist der Unterschied groß. Während in der konventionellen Landwirtschaft aufgrund des Platzmangels und der oftmals großen Anzahl von Tieren dem einzelnen Lebewesen nur wenig Platz zur Verfügung steht, haben biologisch gehaltene Nutztiere mehr Platz und vor allem Auslauf.

 

 

Wir kennen sie alle - diese Bilder von zusammengepferchten Hühnern in Käfigen, angebundene Milchkühe, die niemals eine Weide gesehen haben und Schweine die zusammengedrängt in ihrem eigenen Dreck hausen. Das und vieles mehr wie etwa verpflichtende Freilandhaltung bei Hühnern, Weidehaltung bei Kühen und geschlossene Bodenflächen in Bio-Schweineställen mit Einstreu im Vergleich zu Spaltböden stellen wir sicher, wenn wir uns für Bio-Fleisch entscheiden. Wir unterstützen mit unserem Konsumverhalten eine artgerechtere Tierhaltung. Dennoch ist es nicht gleichzustellen mit „paradiesischen“ Zuständen auf romantischen Almwiesen, denn auch
Bio-Zertifizierungen bei Fleisch garantieren mehrheitlich nur die Einhaltung der absoluten Grundbedürfnisse der Tiere. Man darf also nicht enttäuscht sein, wenn man sich die harte Realität der Tierwohlkriterien genauer ansieht. Willst du hingegen einen Schritt weitergehen, kannst du kaum oder kein Fleisch essen 😊

 

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen:

Der Unterschied zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln liegt also hauptsächlich in der Anbauform und Tierhaltung mit dem Resultat, dass...

…Bio-Lebensmittel weniger Zusatzstoffe enthalten.

…Bio-Lebensmittel einen intensiveren Geschmack haben durch oftmals natürlichere Reifebedingungen.

…Bio-Lebensmittel durch die Bodengesundheit reicher sind an Vitaminen und Mineralstoffen.

…Bio-Lebensmittel direkt dazu beitragen den Düngemittelverbrauch zu reduzieren.

…Bio-Tierprodukte eine artgerechte Tierhaltung voraussetzen und die Behandlung mit Wachstumshormonen oder Antibiotika untersagt ist.

 

Und was hat das jetzt alles nochmal mit dem Klima zu tun?

Lebensmittel, die aus einem vertrauenswürdigen biologischen Anbau stammen, haben an sich eine geringere CO2 Bilanz und brauchen zwei Drittel weniger Energie pro Hektar als solche aus konventioneller Landwirtschaft. Die biologische Landwirtschaft nutzt schonende Praktiken, um Bodendegradation, chemische Düngemittel, Mastanlagen und den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren.

Das Dilemma und die eigentliche Frage, ob Bio oder regional besser ist, verschärft sich, wenn weite Transportwege dazukommen. Aber dazu gibt es mehr in meinem nächsten Blogartikel zum 3 Kriterium einer nachhaltigen Ernährung - nämlich regional/saisonal einkaufen.

Stay tuned!

 

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