· 

3 Schritte in deine flexitarische Zukunft

Dem Entschluss, sich flexitarisch ernähren zu wollen, steht oft ein Gefühl der Ratlosigkeit gegenüber. Mit diesem Artikel will ich dir dabei helfen, ganz einfach in deine personalisierte, flexitarische Ernährungsweise zu starten. Denn es ist leichter als du denkst und du musst dabei nicht einmal einem vorgefertigten Plan folgen. Mit der flexitarischen Ernährungsform darfst du nach wie vor alles essen. Du musst nicht auf deine Lieblingsspeisen verzichten, dich lediglich an 3 Prinzipien orientieren: So pflanzlich wie möglich, biologisch und/oder regional und von hoher Qualität.
Aber was heißt das jetzt konkret für dich und wie kannst du starten?


Schritt 1: Schreibe für eine Woche ein Ernährungstagebuch

In der ersten Woche ist wichtig, dass du alles dokumentierst, was du isst und trinkst  - von morgens bis abends. Lege dir dafür ein schönes Booklet oder Ernährungstagebuch zu und starte damit. Entscheide dich gleich für eine dickere Variante des Booklets, sodass du dann auch Rezepte notieren kannst oder Motivationssprüche - wenn es einmal notwendig sein sollte :-). Schreibe auch jeden Abend vorm zu Bett gehen, wie du dich fühlst im Bezug auf deinen Körper. Beispielsweise: Ich fühle mich heute voll und schläfrig und stelle dazu immer den Konex her, ob du kurz vor dem zu Bett gehen etwas gegessen hast und vor allem was.


Schritt 2: Lege eine Dos and Donts Liste an

Nachdem du jetzt eine Woche lang alles aufgeschrieben hast, existiert eine wunderbare Basis für den nächsten Schritt. Lege dir nun 3 Farbmarker zurecht (hier sollte es an deiner Lieblingsfarbe nicht fehlen). Markiere nun alle Dinge, auf die du glaubst, leicht verzichten zu können mit einer Farbe und alle Must Haves -> sprich deine Lieblingsspeisen, mit deiner Lieblingsfarbe.  Vielleicht wird nicht alles in Farbe gehüllt sein, weil es Speisen in deinem Tagebuch gibt, die weder deine Lieblingsspeisen sind, noch Speisen, auf die du leicht verzichten kannst. Markiere diese Speisen mit deiner dritten auserwählten Farbe. Mit diesen Lebensmitteln wirst du dich intensiver beschäftigen und sie versuchen zu ersetzen, oder in der Qualität zu verbessern. Was meine ich damit?

Lass uns dafür mit einem Beispiel arbeiten. Angenommen es handelt sich um Geschnetzeltes mit Spätzle - ein klassisches österreichisches Essen. Normalerweise wird Geschnetzeltes aus Schweinefleisch gemacht. Bei Fleisch gilt die Faustregel -> so wenig wie möglich und wenn Fleisch dann Huhn vor Schwein vor Rind was den ökologischen Fußabdruck anbelangt. Heißt: Koche in Zukunft nur noch Hühnergeschnetzeltes oder probiere auch einmal ein veganes Geschnetzeltes mit Hilfe von Sojaschnetzel. Gerade bei Saftfleisch ist der Unterschied im Geschmack kleiner als du denkst. 
2. Beispiel: Joghurt mit Früchten und Müsli -> probiere bei Joghurt verschiedene pflanzliche Varianten aus. Da ist das Angebot mittlerweile sehr breit. Ersetze dein Kuhmilchjoghurt beispielsweise gegen Sojajoghurt - und Schwups -> schon isst du eine rein pflanzliche Mahlzeit. Ich habe mich in Kokosjoghurt verliebt. Es gibt kaum etwas Besseres als Kokosjoghurt zum Frühstück mit frischen Früchten und Nüssen......mmmmmhhh lecker!


Schritt 3: Sei kreativ und probiere aus

Am Anfang wirst du vielleicht ein wenig ratlos sein, was du kochen sollst. Dem kann ich Abhilfe schaffen. Es gibt so tolle Inspirationen und Rezeptblogs im Internet. Finde deine Lieblingsfood - Bloggerin und richte dir einen Newsletter ein. Wenn du einen Unterhaltungsfaktor mit dabei haben willst, kann ich dir beispielsweise Food Diaries auf Youtube empfehlen.  Vielleicht wirst du bemerken, dass du deine Ernährung etwas umstrukturierst, bewusster gestaltest, auf andere Dinge Lust hast und mehr Spaß an neuen Rezepten und am Kochen hast. Schreibe auch jetzt jeden Abend vor dem zu Bett gehen auf, wie du dich fühlst und schau ob du einen Unterschied bemerkst. Gib dem ganzen einfach eine Chance, probiere Dinge aus, die du nicht kennst - vielleicht auch neue Restaurants -  und lerne die Vielfalt der flexitarischen Ernährung kennen. 


Eine Anmerkung noch am Schluss. Nachdem du dich nun schon so intensiv mit deiner Ernährung auseinandergesetzt hast, achte auch auf die Qualität deiner Lebensmittel, für die du dich entscheidest und stelle dir immer die Frage: Gibt es das auch in Bio-Qualität oder regional? Du wirst staunen, zu 90% wird deine Frage mit Ja beantwortet werden.

Viel Spaß beim Umsetzen!

 

Willst du mehr von mir erfahren und laufend im Austausch sein, dann folge mir auf Facebook.